Alexander Groth (56) aus Dreieich bestellt sein Heizöl in kleinen Portionen. Schon zum zweiten Mal sind es nur 500 Liter, die Rechnung liegt bei 1.040 Euro. Damit, sagt er, komme er kaum über den Winter.
Sein Lieferant berichtet, dass täglich mehrere Familien anrufen, die gar kein Öl mehr im Tank haben.
In Hessen heizt etwa jeder vierte Haushalt mit Öl.
Laut Statistischem Landesamt ist der Heizölpreis dort um 81 Prozent höher als vor einem Jahr, wegen des Konflikts im Nahen Osten.
Wärme im Winter ist ein Grundbedarf, so wie Essen und ein Dach über dem Kopf.
Trotzdem hängt sie an Weltmärkten und Konzernen. Selbst der Lieferant muss das Öl im Großhandel teurer einkaufen.
Rabatte und Preisgrenzen können den Druck mildern. An der Ursache ändern sie nichts.
Die entscheidenden Fragen lauten: Wem gehört die Energie, wer entscheidet über sie, und wer verdient daran?
MENSCHLICHE WELT vertritt die Auffassung, dass Energie in die Hände derer gehört, die sie brauchen, dezentral, regional und genossenschaftlich.
Die Wertschöpfung bleibt in der Region, und die Preise richten sich nach dem Bedarf der Menschen und nicht nach dem Gewinn weniger.
Wärme ist ein Grundbedarf, und sie muss für alle bezahlbar sein.
Hand dreht am Thermostat eines Heizkörpers. Foto: Jeuwre, CC BY-SA 4.0
Dieser Beitrag erschien zuerst im TAGESLICHT Magazin: Der Heizölpreis steigt, der Winter kann teuer werden: Warum Heizen nicht vom Weltmarkt abhängen darf







