Von Dominik Laur | 31.01.2019

Nicht nur wir Menschen, sondern alle Lebewesen auf dieser Welt, wollen leben. Kein Geschöpf möchte sie freiwillig verlassen. Gruppen-Sentimentalitäten vernebeln diese Wahrheit und bedrohen das Wohlbefinden aller Menschen, Tiere und Pflanzen. Rationalität kann den Nebel auflösen.

Wir Menschen haben die natürliche Tendenz, in Gruppen zu leben. Durch die Vereinigung unserer Kräfte steigern wir die Überlebensfähigkeit und das Wohlbefinden jedes Einzelnen.

Häufig bilden sich Gruppen aufgrund von Gefühlen. So beruht der Faschismus beispielsweise auf einem Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Gruppen. Und religiöser Fanatismus entsteht oft aufgrund starker Gefühle zu einem Dogma.

Getrieben von blinden Gefühlen können solche Gruppen-Sentimentalitäten unser Denken vereinnahmen. Dann verengt sich unser Blick auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Interessen unserer eigenen Gruppe und wir ignorieren die Interessen anderer Gruppen.

Das führt zu Konflikten zwischen den Gruppen und häufig zu großem Leid für alle Beteiligten. Im Nationalsozialismus bereicherte sich eine Gruppe, indem sie andere Gruppen gewaltsam ausbeutete, unterdrückte oder sogar vernichtete. Damit fügte sie sich letztlich selbst enormen Schaden zu.

Doch als Menschen besitzen wir ein Werkzeug, dass stärker ist als unsere Gefühle: Unseren Intellekt.

 

Rationalität statt Sentimentalität

 

Unser Intellekt befähigt uns zu rationalem Denken. Wir sind in der Lage, Dinge gegeneinander abzuwägen und uns mit Hilfe unseres Gewissens für das größtmögliche Wohl zu entscheiden.

Durch rationales Denken können wir die wahren Zustände leicht erkennen. Haben wir erst einmal erkannt, dass ein einflussreicher Politiker in Wahrheit großes Unheil anrichtet, ist der Bann unserer Gefühle häufig sofort gebrochen.

Es gibt zwei Wege, unseren Intellekt zu stärken:

  1. Durch das Studium verschiedener Themen
  2. Durch das Studium spiritueller Themen

Das Studium verschiedener Themen gibt uns das nötige Wissen um Sachverhalte richtig verstehen zu können. Darauf aufbauend können wir gute Entscheidungen treffen.

Das Wissen um spirituelle Themen hilft uns dabei, in unserer persönlichen Entwicklung voranzuschreiten und unser wahres Selbst zu erkennen. Sind wir in uns selbst gefestigt, sind wir weniger anfällig dafür, unseren Emotionen zu erliegen.

Mit Wissen und innerer Stärke können wir den zerstörerischen Auswirkungen von Gruppen-Sentimentalitäten vorbeugen und damit Konflikten und gesellschaftlicher Spaltung entgegen wirken.

Aber unser Wohlbefinden hängt nicht nur von unserem Verhältnis zu anderen Menschen ab.

 

Neo-Humanismus – ein Leben in Würde für alle Lebewesen

 

Durch rationale Betrachtung können wir leicht erkennen, dass unser Schicksal eng mit dem Schicksal aller Pflanzen und Tiere verbunden ist.

Insekten haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit von Pflanzen, die uns ernähren. Bäume konservieren Wasser und erzeugen für uns lebenswichtigen Sauerstoff. In gesunden Ökosystemen erfüllen alle Tiere und Pflanzen ihren Zweck und erhalten sie aufrecht.

Wir Menschen leben in diesen Ökosystemen und sind auf sie angewiesen. Um sie zu schützen, müssen wir all ihren Bewohnern mit Würde begegnen.

Das ist der Kern des Neo-Humanismus. Er spricht jedem Lebewesen ein fundamentales Existenzrecht und, darüber hinaus, ein Recht auf Wohlbefinden zu.

Verinnerlichen wir diese Idee, können wir unsere Mitmenschen und unsere Umwelt vor zerstörerischen Tendenzen schützen. So können wir zu einem Umfeld beitragen, indem wir sicher und zufrieden leben können.

 

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