Paris, 18. Oktober. Ladenbesitzer stehen vor ihren geplünderten Geschäften. Die Plünderer seien keine echten Demonstranten, sagt einer von ihnen.
Am Tag zuvor waren in ganz Frankreich rund 550.000 Menschen auf die Straße gegangen, die meisten friedlich.
Danach zogen Vermummte durch die Städte, legten Feuer und griffen Rathäuser an.
Begonnen haben die Proteste im September mit Schülern aus ärmeren Vororten von Paris. Sie fordern genug Lehrkräfte, kleinere Klassen und Schulen, die nicht verfallen. Mit Feuer und Plünderung hat das nichts zu tun.
Wir lehnen zerstörerische Gewalt ab, denn sie bringt nur Zerstörung. Sie trifft Ladenbesitzer, Lehrkräfte, Polizisten und die Jugendlichen selbst. Und sie schadet der Sache, für die so viele friedlich auf die Straße gehen.
Die Anliegen der aufrichtigen Protestierenden sind berechtigt.
Es braucht soziale Gerechtigkeit, also gute Schulen für jedes Kind und ein bezahlbares Leben für jede Familie.
Es braucht wirtschaftliche Gerechtigkeit, also eine Wirtschaft, die allen das Lebensnotwendige sichert, statt Reichtum in wenigen Händen wachsen zu lassen.
Und es braucht Friedenspolitik, national und international.
Dafür sind moralische, weise und fähige Politiker nötig, die für das Wohl der Menschen arbeiten. So lassen sich auch die Ursachen von Krieg und Fluchtmigration beseitigen.
Wo Menschen in Frieden und gerechten Verhältnissen leben, muss niemand fliehen.
Feuerwehrleute löschen ein brennendes Auto in Paris, 17. Oktober 2026. Foto: Jorge Jaramillo, „Paris riots, 17 October 2026 – Firefighters extinguishing a burning car – JJxFile 0035“, via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0
Dieser Beitrag erschien zuerst im TAGESLICHT Magazin: Frankreich: Brennende Autos bringen keine besseren Schulen







