Shri Prabhat Ranjan Sarkar war ein großer Philosoph, Philantrop, Sozialreformer, Linguist, Schriftsteller und Komponist.

Er ist Gründer und Guru der spirituellen und ganzheitlichen Lebensweise, Philosophie und Organisation Ananda Marga. Sein spiritueller Name ist Shrii Shrii Anandamurti.

Zu seinen Lebzeiten inspirierte und führte er hundertausende von Menschen durch sein Vorbild, Lehren und Dienen zu einer ethischen Lebensweise und spiritueller Entwicklung.Er bildete tausende von spirituellen Lehrern (Acaryas) und Mönchen und Nonnen (Avadhutas) aus. Die sozialen und gemeinnützigen Organisationen, die er gründete, dienen seit nunmehr 50 Jahren Millionen von Menschen auf allen Kontinenten. Sie unterhalten hunderte von Schulen und versorgen Katastrophenopfer mit Nahrung, Medizin und Unterkunft.

Um Armut zu beenden und Menschenwürde, Menschenrechte und eine freie Gesellschaft für alle zu verwirklichen, verfasste P.R. Sarkar die Theorie der Progressiven Nutzung, auf Englisch Progressive Utilization Theory, kurz Prout. Das ökonomische Model von Prout schlägt eine dezentralisierte Wirtschaft vor, die hauptsächlich von Kooperativen und Genossenschaftern geprägt ist.

P.R. Sarkar formulierte auch die Philosophie des Neohumanismus und veröffentlichte 1982 das Buch Liberation of Intellect – Neohumanism. Hierin beschreibt er Neohumanismus als eine auf universaler Liebe basierende Weltanschauung, die die Befreiung des Intellekts von Beschränktheit (z.B. Rassismus, religiösem Dogmatismus und Sexismus) hin zu universalem Wohlwollen fördert.

P. R. Sarkar komponierte 5018 spirituelle und soziale Lieder in den letzten acht Jahren seines Lebens. Er verstarb im Oktober 1990.

Die größte englisch-sprachige Tageszeitung der Welt die Times of India (Auflage: 3,14 Millionen) und andere Tageszeitungen Indiens veröffentlichen mehrere Male monatlich Lehrreden von P.R. Sarkar.

Durch sein Wirken, seine Lehren, Praktiken, Philosophien und Organisationen dient er weiterhin der Menschheit und ist der geliebte Guru unzähliger Yoga Übender.

Ein Zustand geistiger Ausgeglichenheit und Balance wird Frieden genannt. Es ist wichtig zu wissen, wie der Zustand des Friedens erlangt und wie er gestört wird. Systematische spirituelle Übungen führen zu psychischer Ausgeglichenheit, wohingegen dogmatischer Aberglaube den geistigen Frieden stört. Spirituelle Disziplin und unnachgiebiges Bemühen, sich von Aberglauben zu befreien, sind notwendig, um geistigen Frieden zu bewahren.

Ein wesentliches Ziel des menschlichen Lebens ist es, frei von Not und Leiden zu sein. Sonst kann man nicht hoffen, inneren Frieden zu erlangen. Das Aufhören des Leidens hat zwei Aspekte, den vorübergehenden und den dauerhaften. Das, was die vorübergehende Beendigung des Leidens bewirkt, wird Artha (psycho-physische Befriedigungsquelle) genannt. Aber Artha ist ein grobes Objekt, und somit kann es nur grobe und vorübergehende Befriedigung bewirken. Um dauerhafte Erlösung von Sorgen und Leiden zu erlangen, benötigt man Paramartha (spirituelle Erfüllung). Paramartha kann nur durch spirituelle Übungen erlangt werden.“

– Shri Prabhat Ranjan Sarkar