Von Tarak und Dada Madhuvidyananda | 10.12.2018

In Krisenzeiten klammern sich viele Menschen an dunkle Lösungen. Denn sie können das Licht nicht sehen.

Lasst uns unsere Gesichter zum Sonnenlicht der Liebe erheben, das überall um uns herum scheint.

Was sehen wir dann?

Wir sehen Menschen mit Sehnsüchten nach Liebe, Respekt und Verbindung. Sie sind alle Teil einer großen Familie. Mitglieder unserer Gesellschaft.

Und wir sehen auch die Menschen, die wie Vampire vom Leiden anderer leben. Sie verdienen Geld, indem sie Waffen verkaufen mit denen unschuldige, hungernde Menschen in Afghanistan und Syrien bekriegt werden.

Wir haben unsere Stimmen nicht wirksam gegen diese Unmenschlichkeit erhoben. Haben wir den Schmerz der Leidenden mit gefühlt? Und wenn sie in unser Land kommen, nachdem wir unseren Politikern erlaubt haben, ihr Land mit zu zerstören, werden viele von uns ärgerlich und besorgt.

Hätten wir die Zivilcourage gehabt, die verbrecherischen Bomben zu stoppen, müssten die Flüchtenden nicht nach Deutschland fliehen.

Während Syrien friedlicher wird, steht Afghanistan vor massiver Dürre und zunehmender Gewalt. Warum können wir unsere Regierung nicht dazu bringen, dort wahre Entwicklungszusammenarbeit zu leisten?

In der Diskussion über Flucht und Zuwanderung bezeichnen einige Leute andere als „Nazis“ auf der einen oder als „rotgrün Versiffte“ auf der anderen Seite.

Sogenannte Nazis und sogenannte rotgrün Versiffte sind alle Mitglieder unserer Menschheitsfamilie. So wie du und ich. Wir müssen lernen, uns gegenseitig zuzuhören, zu verstehen, unsere Würde zu achten und zusammen zu leben.

In dieser in links und rechts gespaltenen Sicht der Gesellschaft mangelt es an Mitgefühl und echter Liebe.

Wie können wir die Kraft unserer Liebe entfalten?

Ein sehr einfacher Weg ist die Meditation. Durch sie können wir negativen Emotionen überwinden und zu unserem Wesenskern kommen, in dem grenzenloses Glück liegt. Durch regelmäßiges Meditieren entfalten wir unser Mitgefühl. Das stärkt den Mut, in der Gesellschaft offen zu lieben.

Zu lieben bedeutet mehr als Zuneigung zu geben. Wer wirklich liebt, setzt sich für das Wohl aller ein. Liebende Menschen verteidigen Menschen und Lebewesen, denen Leiden und Schaden zugefügt werden.

Liebe überschreitet die Grenzen von Ländern, Interessen- und Glaubensgruppen und Speziesismus.

Mit der Kraft der Liebe können wir eine menschliche Gesellschaft in Deutschland, Europa und der Welt erschaffen. Eine Welt ohne Krieg und Armut, die auf wirtschaftlicher Gerechtigkeit basiert.

Wenn wir lieben, sind wir für alle da. Sind bereit, allen zu dienen.

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