Die Epstein-Akten – Ein tieferer Blick und was daraus folgt
Von Dada Madhuvidyananda.
Es gibt Dokumente, die nicht nur enthüllen, sondern den Blick auf unsere Gesellschaft grundlegend umwälzen.
Die Epstein-Akten gehören dazu. Sie zeichnen das Bild eines Netzwerks aus extrem wohlhabenden und mächtigen Menschen, in dem schwerste Verbrechen begangen wurden: systematische Kinderschädigung, Menschenhandel, sexualisierte Gewalt – und Hinweise auf weitere Gewalttaten.
Diese Akten fordern uns heraus, genauer und tiefer hinzusehen.
Der tiefere Blick
Was macht solche Verbrechen möglich?
Ein Teil der Antwort liegt in den inneren Haltungen der Beteiligten: Unwissenheit, Gier, ungezügelte Triebhaftigkeit und eine erschreckende Grausamkeit. Doch damit ist es nicht getan. Ebenso entscheidend sind die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen Machtstreben, extreme Reichtumsanhäufung und sexuelle Verfügbarkeit systematisch gefördert werden.
Wir leben in Verhältnissen, in denen Pornographie und Drogen massenhaft produziert und kommerziell verbreitet werden. In denen sehr reiche und einflussreiche Menschen ohne erkennbare moralische Grenzen handeln können – und dennoch Einfluss behalten, manchmal sogar politische oder wirtschaftliche Macht ausüben.
In solchen Räumen können Verbrechen nicht nur entstehen, sondern über Jahre hinweg unentdeckt oder ungeahndet bleiben.
Welche Handlungen folgen aus diesem Blick?
Wenn diese Ursachen erkannt werden, stellt sich eine weitere Frage: Wie antworte ich darauf?
Für mich folgt daraus eine klare Ausrichtung – und der Entschluss, drei Dinge weiter und mit erhöhtem Einsatz zu tun:
Erstens: alltägliche Praktiken der Selbsterkenntnis, inneren Erfüllung und Entfaltung zu leben und zu verbreiten. Dazu gehören Meditation und andere Formen der Hinwendung nach innen, die Klarheit, Selbstverantwortung und innere Stabilität fördern.
Zweitens: Mitgefühl, allumfassendes Wohlwollen, Wahrhaftigkeit, Dienstbereitschaft, Reinheit und Gewissenhaftigkeit sichtbar zu machen – nicht als Moralpredigt, sondern als erfahrbare Quellen von Erfüllung und echter Freude.
Drittens: am Aufbau einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung mitzuwirken, in der Menschen nicht zu solchen Verbrechen verleitet werden und in der kriminelle Netzwerke dieser Art keinen geschützten Raum finden. Eine Ordnung, in der Macht begrenzt, Verantwortung eingefordert und Menschlichkeit zum Maßstab wird.
Eine Gesellschaft, in der wir menschlich miteinander leben können.
Dafür bin ich hier.
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