Von Dominik Laur| 14.05.2019

Anlässlich der Debatte um die Einführung eines Impfzwangs werden wir häufig nach unserer Position dazu gefragt. Daher stellen wir heute dar, was aus unserer Sicht dafür und was dagegen spricht. Anschließend geben und erläutern wir unsere Stellung.

Als ich begann, das Thema zu recherchieren, war die Sache für mich recht eindeutig: Impfungen schützen vor gefährlichen Krankheiten und verbessern Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen, die sonst unter den Folgen dieser Krankheiten leiden müssten. Davon war ich überzeugt.

Als ich mich jedoch etwas intensiver mit dem Thema Impfungen beschäftigte, kamen schnell erste Fragezeichen auf. Dabei haben mich insbesondere 2 Punkte dazu bewogen, meine Ansicht zu überdenken.

Erstens wurde die Wirksamkeit von Impfstoffen bisher nicht direkt im Rahmen von vergleichenden Placebo-Studien nachgewiesen. Stattdessen werden die nachweisbaren Antikörper im Blut als Ersatzmesswert herangezogen. Dieser ist alleine nicht aussagekräftig, weil eine Person auch Immun gegenüber einer Krankheit sein kann, wenn keine Antikörper im Blut nachweisbar sind. Umgekehrt kann eine Krankheit trotz vorhandener Antikörper ausbrechen.

Zweitens kommen zur unbestätigten Wirksamkeit von Impfungen noch Impfrisiken hinzu. Laut Studien treten bei etwa 2% aller Impfungen schwere Nebenwirkungen auf, die teilweise langwierige gesundheitliche Schäden hervorrufen!

Nachdem ich über diese Punkte wusste, fragte ich mich, ob dennoch etwas für die Einführung eines Impfzwangs spricht. Das für mich überzeugendste Argument, ist das der sog. “Herdenimmunität”.

Sie bewirkt, dass ein Erreger sich nicht ausbreiten kann, weil es nicht genügend Wirte gibt, die ihn verbreiten. Damit ist die gesamte “Herde” vor einem Ausbruch geschützt, auch wenn einzelne Mitglieder anfällig für einen spezifischen Erreger sind.

Herdenimmunität wird nur erreicht, wenn eine ausreichend große Anzahl von Personen einer Gruppe geimpft wurde. Gleichzeitig profitieren auch diejenigen, die keine Impfung erhalten haben, weil möglicherweise ihre gesundheitliche Verfassung eine Impfung nicht zulässt.

Ein Impfzwang könnte die Herdenimmunität sicherstellen.

Neben diesen Argumenten gibt es noch viele Weitere, die für oder gegen einen Impfzwang sprechen. Im Rahmen dieses Artikels beschränken wir uns aus praktischen Gründen auf die für uns gegenwärtig ausschlaggebenden Punkte.

In der Abwägung zwischen Nutzen und Risiken sprechen wir von MENSCHLICHE WELT uns derzeit gegen einen allgemeine Impfzwang aus. Zwar ist die Herdenimmunität wünschenswert. Um jedoch einen allgemeinen Impfzwang vertreten zu können, müsste zumindest zuvor die direkte Wirksamkeit von Impfungen zweifelsfrei bestätigt werden.

Gleichzeitig vertritt MENSCHLICHE WELT die Ansicht, dass ein ganzheitlicher Ansatz der Gesundheitsvorsorge ebenfalls eine wirksame Prävention von Krankheiten darstellt. Mehr dazu finden Sie in unserem Wahlprogramm.

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