Bei Jugenddemonstrationen sind heute in vielen deutschen Städten junge Menschen auf die Straße gegangen.
Aufgerufen hatte die Initiative „Gen Z regelt“.
In Berlin versammelten sich am Brandenburger Tor laut Polizei rund 5.000 Menschen, die Veranstalter sprechen von 11.000.
In Leipzig kamen laut Polizei rund 6.500, in München rund 4.000 und in Hamburg mehrere tausend.
Die allermeisten haben friedlich demonstriert.
Die jungen Leute fordern mehr Geld für Schulen, bezahlbare Lebenshaltungskosten und ein Nein zur Wehrpflicht.
Sie sagen klar: kein Krieg, keine Gewalt, mehr Geld für Bildung.
„Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“, riefen sie in mehreren Städten.
Auf Plakaten stand „Bildung statt Bomben“.
In einigen Städten kam es zu Gewalt.
Sie ging von kleineren, oft vermummten Gruppen aus, meist am Rand oder nach dem offiziellen Ende.
In Hamburg zündeten Vermummte am Ende Barrikaden an und warfen Pyrotechnik auf die Polizei.
Viele friedliche Teilnehmende, auch Familien, gingen daraufhin nach Hause.
Auch in Köln und Stuttgart griff die Polizei ein, in Stuttgart wurden zwei Polizisten verletzt.
In Berlin war eine aufgeheizte Abenddemo am Rosenthaler Platz laut Polizei kein Teil der Initiative.
Die Organisatoren hatten sich vorab davon distanziert und zu Gewaltfreiheit aufgerufen.
Gewalt schadet dem Anliegen der Jugend.
Sie lenkt den Blick weg von dem, was die jungen Leute bewegt.
Die jungen Leute wissen, es geht um ihre Zukunft.
Die Jugend hat die Kraft, sich zu verändern und eine neue Gesellschaft mit aufzubauen.
Ihr Einsatz wird stark, wenn ausgebildetes Unterscheidungsvermögen und ethische Disziplin dazukommen.
Dafür braucht sie gute Vorbilder.
Und sie braucht Gelegenheiten, ihr Gewissen und ihr ganzes Potenzial zu entfalten.
Gute Bildung sollte allen offenstehen und den ganzen Menschen fördern, den Verstand, das Herz und die Seele.
Dann kann aus ihrer Vision eine menschlichere Welt werden.
Foto: Domi.Dreih, CC BY 4.0, zugeschnitten
Dieser Beitrag erschien zuerst im TAGESLICHT Magazin: Tausende junge Menschen, eine klare Botschaft: Bildung statt Bomben







